Aktuelles

LÄSBISCH-TV  aus Berlin
Das Erste lesbische Fernsehmagazin auf diesem Planeten !
1991-1993                    Trailer on Vimeo

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Dank der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld konnten wir alle 27 Masterbänder digitalisieren und katalogisieren lassen und wird Euch allen zugänglich 😉

Mehr als 100 lesbische Frauen beteiligten sich an der Herstellung des einstündigen monatlichen (im ersten Halbjahr 14tägigen) Sendung: LÄSBISCH-TV (LTV), das Erste Lesbische Fernsehmagazin auf diesem Planeten: vom 11. April 1991 bis 15. Mai 1993 mit 27 Sendungen und einer Einschaltquote bis zu 350.000 Zuschauer*innen auf Kabelsender: FAB (Fernsehn aus Berlin).

LÄSBISCH-TV wurde in Abwechslung mit der schwulen Sendung Andersrum gezeigt, das bereits 3 Monate zuvor beim Kabel-Sender FAB (Fernsehen aus Berlin) ausstrahlte und von Rosa von Praunheim gegründet wurde.
LÄSBISCH-TV wiederholte in fünf Treffpunkten Berlins für Kabellose Leute regelmäßig auf Video und wurde zu 25 Frauen-Zentren in Deutschland, Schweiz, Österreich und Niederlande auf VHS-Kopien versandt.
Jede 55-minütige Sendung bestand aus 3 bis 10-minütigen Beiträgen aus Kunst, Politik, Sport, Alltag, Film, Nachrichten aus aller Welt, Veranstaltungs-Tips, u.v.m.
Ein No-Budget-Projekt, leidenschaftlich idealisitisch inmitten des Irrsinns des kommerziellen Medienapparates.
Wir nutzten die Sendungen manchmal auch für Allgemein Feministische & Politische Themen.
„Schmeißen wir den Fernseher aus dem Fenster?
LÄSBISCH-TV: zur Erhaltung der Lebensfreude!“
Wir dokumentierten Events, Frauen- und Lesben-Kongresse, Filmfestivals u. v. m. und zeigten unsere Beiträge in der ganzen Welt (!), drehten dort wiederum und sendeten es in der nächsten Sendung.
Beiträge waren u. a. von Sharron Sawyer, Susu Grunenberg „Was ich schon immer meiner Mutter sagen wollte“, Heidi Kull mit dem Hit „Ich & Frau Berger!“, Krisi Barock „Frauen-Fußball“, „Haben Sie schon mal ´ne Frau geküsst?“, „Sie für Berlin“; den legendären „Heldinnen“: Nathalie Percillier & Kerstin Schleppegrill; Ira Kormannshaus, Barbara Klingner, Kirsten Lenk, Selma Schlichting, Svenja Hehner, Angelika Levi, Heike Bill, Eybe Ahlers, Die Praxis, Aras Vehlow, Mahide Lein, Annie Porcheron, Guy St. Louis, Vedant Anke-Rixa Hansen, Dr. Laura Méritt, Mizza Caric, Wiebke Hoogklimmer, Eldoradio, Christopher-Street-Days, Walpurgisnacht, „Die 2“, Berlinale und TEDDY-AWARD-Beiträgen u.v.a.

LÄSBISCH-TV wurde unterstützt von Goldrausch, der Frauen-AG der Senatsverwaltung für Kultur, Referat für gleichgeschlechtliche Lebensweisen (Senat für Jugend, Sport, Familie), vielen Stiftungen und den Astas der Universitäten Berlins für Reisekosten zu ausländischen Filmfestivals, wo wir BEST-OF zeigten und dort Material für die nächste Sendungen mitbrachten. – Wir arbeiteten mit vielen internationalen lesbischwulen und feministischen Organisationen zusammen.
1993 schämten sich die heterosexuellen FAB-Macher der lesbischwulen Fernsehmagazine Andersrum & LÄSBISCH-TV und kündigte beiden kurzerhand, weil sie dachten ohne uns gelingt es ihnen leichter auf Antenne zu kommen… naja… es war sowieso ziemlich anstrengend ohne Honorar zu arbeiten und mit schwer erbettelten geringen Materialkosten, die Sendungen zu erstellen.
26 Jahre lang lagerten die Masterbänder bei der Gründerin und Kulturvermittlerin Mahide und wurden Dank der BundesStiftung Magnus Hirschfeld endlich katalogisiert & digitalisiert und wandern in LGBTQI- & Frauen-Archive als Fundament eines Nachschlagewerkes für WissenschaftlerInnen und andere NutzerInnen.

Es gibt zwei BEST-OFs: (1 – 10 englisch untertitelt)
und 1 – 27, die im April 2018 neu montiert wird.

Mahide Lein will mit ihnen um die Welt ziehen und Euch Geschichten aus dieser Zeit erzählen 😉

Alle Beiträge sind immer noch aktuell und können überall wieder gezeigt werden.

Das LTV Team bei der Matinée im Schwulen Museum am 11.3.2018
vlnr: Ira Kormannshaus, Christine O., Susu Grunenberg, Eybe Ahlers, Heidi Kull, Mahide Lein, Sharron de Mol (Sawyer) Tina Krause, Selma Schlichting